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Haarausfall in der Stillzeit



Der Haarwuchs unterliegt verschiedenen Zyklen: der Wachstumsphase, der Ruhephase und der Ausfallphase.

Während einer Schwangerschaft ist es dabei so, dass die steigenden Mengen an Östrogenen im überwiegenden Maße die Wachstumsphase stimuliert – neun Monate lang. Frauen, die schwanger sind, haben in der Regel volleres und schöneres Haar. Dies macht auch ein Teil der Ausstrahlung aus, wo einige Menschen meinen, einer Frau eine Schwangerschaft „anzusehen“. Nach der Geburt geht das Haar in eine Ruhephase über, anschließend gleich in die Ausfallphase. Die Ausfallphase kann dabei zu unterschiedlichen Zeitpunkten beginnen.

Bei einigen Frauen stellt sich der erste merkliche Haarausfall beim Stillen in der Stillzeit ein, bei anderen erst nach Monaten. Die Dauer dieses verstärkten Haarausfalls, auch Alopezie genannt, kann sich dann über einen längeren Zeitraum hinweg ziehen, unter Umständen 12 bis 15 Monate. Dann erst ist der Zustand vor der Schwangerschaft wieder erreicht. Es ist dabei so, dass der Haarausfall nicht – wie fälschlicherweise immer wieder angenommen wird – mit dem Stillen zusammenhängt. Er hängt ausschließlich mit der Hormonumstellung zusammen.

Unter Umständen ist es sogar so, dass eine medikamentöse Behandlung erforderlich wird. Hierbei sollte man seinen Arzt jedoch darauf hinweisen, dass man stillt. Der behandelnde Arzt wird dann nämlich ein stillverträgliches Mittel verschreiben. Haarausfall ist aber kein Grund abzustillen.